Stiftskirche St. Amandus Bad Urach

Die Stiftskirche St. Amandus in Bad Urach wurde von Eberhard im Bart, dem ersten Herzog von Württemberg und Teck, in Auftrag gegeben.

Die heutige St. Amanduskirche wurde 1501 fertiggestellt. Erste Fundamente der Kirche gibt es bereits aus dem Jahr 1100.

Die Kirche spiegelt auch etwas von der Uracher Stadtgeschichte wider.

Geschichte

Wir befinden uns in einer Zeit, in der Württemberg geteilt und Bad Urach die Hauptstadt des südwestlichen Landesteils war. Daher auch das Interesse des Landesherrn Graf Eberhard im Bart die Kirche auszubauen und somit Stuttgart ebenbürtig als Landeshauptstadt gegenübertreten zu können. Die Idee war es, die „Brüder des gemeinsamen Lebens“ nach Urach zu holen. Sie sollten neue geistliche Impulse in seinem Land verbreiten.

Um mehr über die Brüder des gemeinsamen Lebens und das Stift zu erfahren, klicken Sie sich unten durch die Timeline.

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Der Taufstein

Der Taufstein der Bad Uracher Amanduskirche steht etwas abseits in einer eigenen Taufkapelle, rechts neben dem Altar. Eine Inschrift auf dem Taufstein verrät uns das Baujahr und den Meister des Taufsteines: „Aufgestellt im Jahr der jungfräulichen Geburt 1518 am 30. April durch mich, Christoph (1480-1550), Bildhauer, Bürger von Urach“.

Um mehr über den Taufstein herauszufinden, fahren Sie mit dem Mauszeiger über das Bild.

Der Taufstein

Der Taufstein der Bad Uracher Amanduskirche steht etwas abseits in einer eigenen Taufkapelle, rechts neben dem Altar. Eine Inschrift auf dem Taufstein verrät uns das Baujahr und den Meister des Taufsteines: „Aufgestellt im Jahr der jungfräulichen Geburt 1518 am 30. April durch mich, Christoph (1480-1550), Bildhauer, Bürger von Urach“.

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Der Betstuhl

Gleich neben dem Eingang rechts befindet sich der ehemalige Betstuhl des Landesherrn Eberhard im Bart. Der spätgotische Stuhl ist knapp sechs Meter hoch und aus purem Eichenholz geschnitzt. Ursprünglich wurde der Betstuhl 1472 in der Marienkirche aufgestellt. Diese war Teil eines drei Kilometer entfernten Klosters des Kartäuserordens. Hier hatte der Landesherr auch seinen politischen Sitz. Als das Kloster 1537 aufgelöst wurde, kam der Stuhl in die Amanduskirche nach Bad Urach.

Um mehr über den Betstuhl der Amanduskirche herauszufinden, fahren Sie mit dem Mauszeiger über das Bild.

Der Betstuhl

Gleich neben dem Eingang rechts befindet sich der ehemalige Betstuhl des Landesherrn Eberhard im Bart. Der spätgotische Stuhl ist knapp sechs Meter hoch und aus purem Eichenholz geschnitzt. Ursprünglich wurde der Betstuhl 1472 in der Marienkirche aufgestellt. Diese war Teil eines drei Kilometer entfernten Klosters des Kartäuserordens. Hier hatte der Landesherr auch seinen politischen Sitz. Als das Kloster 1537 aufgelöst wurde, kam der Stuhl in die Amanduskirche nach Bad Urach.

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Die Kanzel

Die Herkunft der aus Sandstein gefertigten Kanzel ist unbekannt. Im Zuge der Innenrenovierung von 1896 bis 1901 unter dem württembergischen Kirchenbaumeister Heinrich Dolmetsch wurde die Kanzel verlegt. Ursprünglich war die Kanzel an einem Pfeiler nahe der Orgel angebaut. Rund um die Kanzel befinden sich fünf Nischen.

Um mehr über die Kanzel in der Amanduskirche herauszufinden, fahren Sie mit dem Mauzeiger über das Bild.

Die Kanzel

Die Herkunft der aus Sandstein gefertigten Kanzel ist unbekannt. Im Zuge der Innenrenovierung von 1896 bis 1901 unter dem württembergischen Kirchenbaumeister Heinrich Dolmetsch wurde die Kanzel verlegt. Ursprünglich war die Kanzel an einem Pfeiler nahe der Orgel angebaut. Rund um die Kanzel befinden sich fünf Nischen.

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Der Altar

Kirche St. Amandus in Bad Urach: Der Hauptaltar ist von einem metallenen Gitter im Barockstil umgeben.

Der Altar der St. Amanduskirche in Bad Urach

Der heutige Hauptaltar der Amanduskirche ist von einem metallenen Gitter im Barockstil umgeben. In das verzweigte Gitter sind verschiedene kleine Ölgemälde eingelassen. Diese wurden auf Metall gemalt.

Das Gitter wurde 1650 von dem Uracher Unternehmer Bernhard Schwan gestiftet. Ihm zu Ehren finden Sie auf der linken Gitterseite eine kleine Gedenktafel. Ansonsten zeigen die Ölgemälde rund um den Altar den Leidensweg Christi.

Ein solches Gitter um einen Altar diente dazu, die Laien und Priester gezielt voneinander zu trennen und so das Macht- und Wissensverhältnis zu wahren. Ziel war es, eine räumliche Trennung zwischen beiden Parteien für die liturgische Handlung zu schaffen. In anderen Kirchen hatte man beispielsweise sogenannte „Lettner“. Diese haben dort den Chorraum mit den Priestern vom Kirchenschiff mit den Laien, der Gemeinde, getrennt.

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Die Geschichte der Pulvermühle

In der Kirche St. Amandus in Bad Urach erinnert eine Tafelinschrift an die Explosion in der Pulvermühle

Die Tafelinschrift erinnert an die Explosion in der Bad Uracher Pulvermühle

Wer in das Kirchenschiff tritt und rechts neben der Kanzel hoch schaut, erblickt eine Tafel aus dem Jahre 1708. Diese Inschrift soll an das Unglück in der Bad Uracher Pulvermühle erinnern.

Die herzogliche Pulvermühle explodierte bei einem Unfall 1707 nahe der St. Amanduskirche. Durch die Druckwelle wurden fast alle Glasfenster der Kirche zerstört. Lediglich drei überstanden die Katastrophe. Diese befinden sich links neben dem Betstuhl.

In der Amanduskirche blieben nur drei Fenster nach der Explosion in der Pulvermühle enthalten. Auf den Kirchenfenstern sind zu sehen: Johannes der Täufer mit dem Stifter des Fensters, in der Mitte eine Madonna und ganz links der Drachenkampf des Georgs.

Nur drei Fenster der Amanduskirche überstanden die Druckwelle der Explosion der Pulvermühle

 

Dargestellt sind von rechts nach links: Johannes der Täufer mit dem vor ihm knienden Stifter des Fensters: Hans von Bubenhofen, in der Mitte eine Madonna und ganz links der Drachenkampf Georgs.

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Die Orgel

Die stattliche Orgel am Ende des Kirchenschiffs, auf der Westempore, ist eine Weigle Orgel. 1901 wurde sie in Echterdingen für die Uracher Kirche gebaut. Das Unternehmen wurde 1845 von Carl Gottlieb Weigle gegründet. In seiner Firma entstanden über die Jahre hinweg über 100 Orgeln, die bis nach Amerika verkauft wurden. 

Hören Sie hier ein Orgelstück aus der Amanduskirche.

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Das Brendlin Epitaph

In der vierten Seitenkapelle hinter der Kanzel finden Sie das Brendlin Epitaph. Ein Epitaph ist ein Grabdenkmal für Verstobene an einer Kirchenwand. Gedacht wird hier dem Stadtschreiber Bernhard Brendlin, der im 16. Jh. lebte. Demzufolge entstand das Epitaph ein Jahr nach seinem Tod, 1569 vom Reutlinger Maler Jakob Seib.

Um mehr über das Epitaph der Amanduskirche herauszufinden, fahren Sie mit dem Mauszeiger über das Bild.

Das Brendlin Epitaph

In der vierten Seitenkapelle hinter der Kanzel finden Sie das Brendlin Epitaph. Ein Epitaph ist ein Grabdenkmal für Verstobene an einer Kirchenwand. Gedacht wird hier dem Stadtschreiber Bernhard Brendlin, der im 16. Jh. lebte. Demzufolge entstand das Epitaph ein Jahr nach seinem Tod, 1569 vom Reutlinger Maler Jakob Seib.

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Die Schlusssteine

In der Amanduskirche ist auf einem Schlussstein der Namensgeber und Schutzpatron der Kirche, der heilige Amandus, mit bischöflicher Kleidung zu sehen

Der Namensgeber und Schutzpatron der Kirche auf einem Schlussstein: Der heilige Amandus

Wenn Sie im Kirchenschiff an die Decke schauen, können Sie viele verschiedene Schlusssteine entdecken. Als Schlussstein wird der Stein am höchsten Punkt eines Deckengewölbes bezeichnet.

Auf einem dieser Schlusssteine sehen Sie den Schutzpatron und Namensgeber der Kirche: den heiligen Amandus. Erkennen können Sie ihn an seiner bischöflichen Kleidung, seinen Attributen: den Hirtenstab und einem Buch, so wie der typischen Kopfbedeckung eines Bischofes, der Mitra.

Erst seit 1986 weiß man, dass es sich um Amandus von Maastricht handelt, den Namensgeber. Diese Entdeckung ist einem Kalendereintag des ehemaligen Landesherrn Eberhard im Bart zu verdanken. Er markierte in seinem Kalender den 6. Februar als Feiertag. Dies ist der Gedenk- und Todestag von Amandus von Maastricht. Amandus lebte im 7. Jahrhundert und gründete während dieser Zeit viele Kirchen und Klöster. Er wird auch wegen seiner Missionsarbeiten im früheren Grenzgebiet zwischen Friesen und Franken, heute Flandern in Belgien, der Apostel der Belgier genannt.

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Chorraum und Chorgestühl

Auf dem Rundbogen im Übergang zum Kirchenschiff ist eine Erinnerung an die Innenrenovierung in den Jahren 1896-1900 in der Stiftskirche St. Amandus zu sehen

Erinnerung an die Innenrenovierung in den Jahren 1896-1900

 

Auf der gegenüberliegenden Seite, befindet sich auf dem Rundbogen im Übergang zum Kirchenschiff eine Erinnerung an die Innenrenovierung unter Heinrich Dolmetsch in den Jahren 1896-1900. In dieser Zeit kamen die heutigen Kirchenbänke, Lampen und vieles mehr nach seinen Gestaltungsvorgaben in die Amanduskirche.

Das Chorgestühl in der Amanduskirche stammt aus der Zeit der "Brüder des gemeinsamen Lebens". Diese verloren nach der Reformation in Bad Urach an Bedeutung

Das Chorgestühl

Das Chorgestühl stammt aus der Zeit der Brüder des gemeinsamen Lebens. Es diente der Gemeinschaft für ihre Stundengebete.

Zwischen den einzelnen Plätzen können Sie Büsten der Brüder erkennen. Die Brüder sind alle mit einem kleinen Mützchen versehen. Dieses trugen die Brüder immer, wenn sie das Stift verließen. Deshalb nannten die Uracher sie auch gerne liebevoll  „Kappenbrüder“. Zu ihren Kappen gehörte auch ein blauer Mantel, den sie nur in der Öffentlichkeit trugen. Deshalb waren sie im ganzen Land auch unter dem Namen „Blaue Brüder“ bekannt.

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Das Lederparament

Auf dem Lederparament in der Sakristei der Stiftskirche St. Amandus sind zwei Hirsche an einem Brunnen dargestellt. Das Wasser kommt durch vier Wasserspeier in den Brunnen. Diese sind Köpfe, der Symbole der Evangelisten

Lederparament in der Sakristei der Stiftskirche St. Amandus

In der Sakristei der Amandus Kirche befindet sich das hier abgebildete Lederparament. Wie Sie erkennen können, sind zwei Hirsche an einem Brunnen dargestellt. Das Wasser kommt durch vier Wasserspeier in den Brunnen. Diese sind die Köpfe der Symbole der Evangelisten: Ein Menschenkopf für Matthäus, ein Löwen- und Stierkopf für Markus und Lukas. Für Johannes steht symbolisch der Adlerkopf.  Das Lederparament ist eine bildliche Darstellung des Psalm 42,2-3: "Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?"

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Der Glockenturm

Vom Kirchturm der Amanduskirche in Bad Urach hat man einen einzigartige Blick auf ganz Bad Urach und die Burgruine Hohenurach.

Blick vom Kirchturm auf Bad Urach

Der Turm der Uracher Amanduskirche war nicht immer so hoch wie heute. Erst 1898 erreichte er seine heutige Höhe von 63 Metern. Zuvor hatte der Turm lediglich 45 Meter Höhe vorzuweisen. Im Turm hängen fünf Glocken. Neben einer Stundenglocke gibt es auch die sogenannte Abendglocke. Sie ist die älteste und hing schon im Turm, bevor die Amanduskirche zum Stift wurde. Man schätzt, dass sie aus dem Jahr 1462 stammt.

Vom Kirchturm aus hat man einen einzigartige Blick auf ganz Bad Urach und die Burgruine Hohenurach. Des Weiteren kann man wunderschön in den Spitalhof blicken, in dem früher die Brüder des Gemeinsamen Lebens ihr Zuhause hatten.

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