Klosterkirche Blaubeuren

Das Kloster Blaubeuren wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Während der Reformation in Württemberg 1534 nahm Herzog Ulrich das Kloster in den Besitz des Herzogtums. Nach der großen Kirchenordnung von 1559 wurde es zur "Klosterschule" bestimmt.

Heute dienen die Räumlichkeiten vielen Veranstaltungen und Konzerten, des Weitern haben hier Schüler von der 9. bis zur 12. Klasse die Möglichkeit, das evangelische Seminar zu besuchen und dort ihr Abitur zu machen.

Geschichte

Das Kloster Blaubeuren wurde 1085 gegründet. Damals gab es noch keine dazugehörige Stadt, Blaubeuren wurde erst über ein Jahrhundert später urkundlich erwähnt.

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Kreuzgang und Kreuzgarten

Der Kreuzgang im Kloster Blaubeuren ist durch sein Rippengewölbe ein besonders schöner Ort. Der Apotheker- und Kräutergarten pflegt die klösterlichen Traditionen.

Kreuzgang des Klosters

Apotheker- und Kräutergarten

Der Kreuzgang des Klosters ist durch sein Rippengewölbe ein besonders schöner Ort. Dieser verbindet die Anlage mit allen wichtigen Kapellen des ursprünglichen Klosters. Von hier aus hat man auch einen schönen Blick in den Kreuzgarten, der im Innenhof des Klosters liegt.

Seit 1985 hat man dort einen Apotheker- und Kräutergarten angelegt. Man wollte so die klösterlichen Traditionen pflegen, auch wenn der Kräutergarten früher hinter der Anlage zu finden war.

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Ein Altar zum Anfassen – Das Modell

In der Petrikapelle an der Wand findet sich ein Modell des Hochaltars, der im Chorraum steht. Die verschiedenen Altarformen wurden je nach Kirchenjahr aus- oder zugeklappt.

Um mehr über den Altar der Klosterkirche Blaubeuren herauszufinden, fahren Sie mit dem Mauszeiger über das Bild.

Ein Altar zum Anfassen – Das Modell

In der Petrikapelle an der Wand findet sich ein Modell des Hochaltars, der im Chorraum steht. Die verschiedenen Altarformen wurden je nach Kirchenjahr aus- oder zugeklappt.

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Der Chorraum

Im Chorraum nahe des Hochaltars befindet sich ein ganz besonderer Schlussstein: Jesus Christus als Weltenrichter, neben ihm sitzen zwei Posaunenengel.

„Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit, und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet …“ Mt 25, 3133

Rings um den Chorraum herum stehen die zwölf Apostel oberhalb des Chorgestühls. Dies sind die 12 Jünger Jesu. Die lebensgroßen Statuen sind am besten durch ihre Attribute voneinander zu unterscheiden und zu erkennen. So trägt Petrus bspw. die Schlüssel. In ihren Händen halten sie Schriftbänder. Die Schriften sind einzelne Sätze und Teile des apostolischen Glaubensbekenntnisses:

„Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn …“

Das Kloster Blaubeuren liegt auf dem Jakobsweg. So kommen auch immer wieder Pilger hier vorbei.

 

 

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Das Chorgestühl

Das wunderschön verarbeitete Eichenholz des Chorgestühls ist ein absoluter Blickfang im Chorraum. 1493 stellte Jörg Syrlin das Chorgestühl für das Kloster Blaubeuren fertig. Insgesamt hatten hier 66 Mönche während der Stundengebete Platz.

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Das Chorgestühl

Das wunderschön verarbeitete Eichenholz des Chorgestühls ist ein absoluter Blickfang im Chorraum. 1493 stellte Jörg Syrlin das Chorgestühl für das Kloster Blaubeuren fertig. Insgesamt hatten hier 66 Mönche während der Stundengebete Platz.

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Der Hochaltar

Der 4,10 Meter breite und 4,45 Meter hohe Hochaltar von 1494 dominiert den Chorraum.

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Der Hochaltar

Der 4,10 Meter breite und 4,45 Meter hohe Hochaltar von 1494 dominiert den Chorraum.

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Der Abtserker

Während die Mönche im Chorgestühl der Klosterkirche Blaubeuren Platz nahmen, saß der Abt hoch über ihnen im Abtserker und wohnte dort den Gottesdiensten und Stundengebeten bei.

Hier saß der Abt des Klosters Blaubeuren über den Mönchen, die unten im Chorgestühl Platz nahmen

Über dem Eingang zur Sakristei befindet sich ein kleines Türmchen, das aus der Wand ragt – der sogenannte Abtserker. Während die Mönche im Chorgestühl Platz nahmen, saß der Abt hoch über ihnen im Abtserker und wohnte dort den Gottesdiensten und Stundengebeten bei. Das zweite, kleinere Räumchen im oberen Teil des Abtserkers diente Graf von Ruck und Tübingen als Ehrenloge.

Der Abtserker wird im unteren Abschnitt von drei Wappen gesäumt. Diese gehören zu den Heiligen drei Königen, auch Weisen aus dem Morgenland genannt. Sie besuchen das Jesuskind in der Krippe.

Das blaue Wappen mit den sieben gelben Sternen ist das Wappen Balthasars. Kaspars Wappen hat eine goldene Mondsichel auf schwarzem Hintergrund. Das letzte der drei Wappen, das von Melchior, stellt eine Figur mit Fahne und rotem Schild dar.

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Die Margarethenkapelle

In der Margarethenkapelle im Kloster Blaubeuren ist die Geschichte der Heiligen Margarethe von Antiochien abgebildet

Margarethenkapelle mit Darstellungen der Heiligen Margarethe von Antiochien an den Wänden

An den Wänden der Margarethenkapelle ist die Geschichte der Heiligen Margarethe von Antiochien dargestellt. Sie ist gemeinsam mit der Heiligen Barbara, Katherina von Alexandrien und Dorothea eine der vier „Virgines capitales“, eine der wichtigsten Jungfrauen, und zählt im katholischen Glauben zu den bekanntesten der 14 Nothelfer.

Es gibt zwei verschiedene Varianten ihrer Lebens- und Leidensgeschichte. Die erste Version besagt, dass die durch ihre Amme christlich erzogene Margarethe von ihrem Vater wegen ihres Glaubens angeklagt wird. Der Richter begehrt die überaus schöne Margarethe. Diese weist ihn aber ab, woraufhin die Strafe besonders hart ausfällt. Sie sollte in einem Bad mit Öl angezündet werden. Als sie jedoch unbeschadet aus dem Bad steigt, kommt es zu auffällig vielen Taufen in der Gemeinde.

Die zweite Geschichte besagt, dass Margarethe ebenfalls wegen Zurückweisung eines Verehrers im Gefängnis gefoltert wird. Ihre Wunden heilen jedoch immer wieder schnell auf wundersame Weise. In ihrer Zelle erscheint ihr Verehrer in Form eines Drachen, der sie verschlingen will. Margarethe kann sich jedoch dadurch retten, dass sie das Kreuzzeichen schlägt.

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Das Dorment

Das Dorment ist ein langer Flur, von dem früher die Schlafkammern der Mönche im Kloster abgingen

Das Dorment

Über der Margarethenkapelle liegt das „Dorment“. Dabei handelt es sich um einen langen Flur, von dem früher die Schlafkammern der Mönche abgingen.

Dorment nennt man hier den ehemaligen Schlaftrakt. Das spitzbogige Tonnengewölbe des Ganges ist in seiner Art beinahe einzigartig. Die Wände sind auch hier mit Holz vertäfelt und an den Übergängen zur Decke prächtig geschnitzt.

Heute befinden sich dort Arbeitszimmer der Seminaristen. Dieser Ort wird auch für Konzerte oder Theateraufführungen genutzt. Und nur zu diesen Gelegenheiten ist der ehemalige Schlaftrakt für die Öffentlichkeit zugänglich.

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Die Brunnenkapelle

Durch den Kanal der Klosterkirche Blaubeuren ist die Brunnenkapelle direkt mit der Blau verbunden.

Die Brunnenkapelle der Klosterkirche Blaubeuren

Der Brunnen in der Kapelle des Kloster Blaubeurens ist durch den Klosterkanal direkt mit der Blau verbunden. Die Blau, die in die Donau mündet, hat ihren Ursprung hier in Blaubeuren. Nahe des Klosters können Sie die Karstquelle des 22 Kilometer langen Flusses besuchen. Der Fluss hat seinen Namen nicht aufgrund seiner Farbe, sondern es handelt sich dabei um einen keltischen Namen. Andere Zuflüsse der Donau heißen ähnlich: Nau und Drau.

In der Kapelle können Sie im Netzgewölbe drei Schlusssteine erkennen. In der Mitte und noch erkennbar ist Gott zu sehen. Auf dem mit ihm dargestellten Spruchband stehen die Worte: „Hic est Filius meus dilectus in quo mihi bene placui - Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“

Auf den beiden anderen Schlusssteinen sind Johannes der Täufer und Jesus Christus abgebildet, heute aber leider nicht mehr zu erkennen.

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Das Ephorat

Das Ephorat im Kloster Blaubeuren war das Büro des Schulleiters, auch Ephorus genannt.

Das Ephorat im Kloster Blaubeuren: Es war früher das Gästezimmer des Grafen Eberhard im Bart

Das Büro des Schulleiters, hier Ephorus genannt, befindet sich im zweiten Stock des Südtrakts des Klosters. Das heutige Ephorat war früher das Gästezimmer des Grafen Eberhard im Bart. Dieser pflegte mit dem Abt Fabri des Klosters eine enge Freundschaft und kam oft zu Besuch. Gemeinsam waren sie auch maßgeblich an der Gründung der Universität und des Stifts Tübingen beteiligt.

Der ganze Raum ist aufwändig mit Holz vertäfelt. Es handelt sich um eine gotische Balkendecke und üppig geschnitzte Türrahmen. Ein wahrlich herrschaftliches Gästezimmer.

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Die Abtskapelle

Die Abtskapelle des Klosters Blaubeuren dient heute für Andachten und als musikalischer Übungsraum

In der Abtskapelle werden Andachten gehalten und musiziert

Direkt über der Brunnenkappelle befindet sich die Abtskapelle: ein wunderschöner, kleiner, runder Raum. Hier können die Seminaristen Andachten feiern oder ihre Instrumenten üben. Von der Abtskapelle hat man einen guten Blick in den Kreuzgarten und den Klostergarten.

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Öffnungszeiten, Gottesdienst, Kontakt und weitere Informationen